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Perlen und das frühe Christentum
John McCabe

Bereits im frühen Christentum waren Perlen von großer Bedeutung. Im Gegensatz zu den betuchten Römern jedoch nicht als Schmuck und Statussymbol, sondern auf einer spirituellen und religiösen Ebene. Die vertraute Schönheit, natürliche Reinheit und überragende Kostbarkeit der Perlen war eher in den mächtigen Analogien und Beschreibungen der heiligen Schrift statt an den Ohren und Schuhen der dekadenten römischen Oberschicht verankert.

Beispiele:

"Das Reich der Himmel ist gleich einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er aber eine kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie."
(Die Bibel; Matthäus)

"Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen."
(Die Bibel; Matthäus)

"Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges Glas."
(Die Bibel; Offenbarung)

Die ersten Jahrhunderte nach Christus waren von drastischem Wandel im altrömischen Reich geprägt. Obwohl zahllosen Christen unglaubliches Leid zugefügt wurde, wuchs das Christentum unaufhaltsam und setzte sich letztlich zwischen 300 und 500 n. Chr. endgültig als vorherrschende Religion im Römischen Reich durch.

Perlen, der bevorzugte modische Luxusgegenstand einer dekadenten römischen Herrscherschicht, wurden von den frühen Christen als weltliches Gut fast gar nicht beachtet. Der Apostel Petrus z.B. hatte der christlichen Damenwelt in seinem ersten Brief (3. Kapitel) ziemlich deutliche Hinweise vermittelt:

"Euer Schmuck soll nicht äußerlich sein wie Haarflechten, goldene Ketten oder prächtige Kleider, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes: das ist köstlich vor Gott."

Dies sollte sich später im Oströmischen Reich (bzw. "Byzantinischen Reich") erheblich ändern. In den letzten Jahrhunderten vor dem Falle Roms hatten die Christen verständlicherweise ganz andere Prioritäten. Folglich spielten sich zwischen 200 bis kurz vor 500 n. Chr. keine kulturhistorischen Besonderheiten (von den Bibelschriften einmal abgesehen) hinsichtlich der Perlen ab.

Da dieser Zeitraum jedoch auch die Vorstufe des christlichen Oströmischen Reiches ist, in dem die Perlen wieder in der sakralen Mystik, als Modeschmuck und Machtsymbol auftauchten, kann vielleicht ein kleiner oberflächlicher Abstecher nicht schaden:

Die letzten 250 Jahre des Reiches im Überblick

Die alten Römer
* Perlen im Römischen Reich
* Die letzten 250 Jahre des Reiches im Überblick
* Perlen im frühen Christentum

Oströmisches Reich
* Das Oströmisches Reich im Überblick
* Christliche Symbolik der Perlen

Renaissance bis 19. Jahrhundert
* Renaissance bis 19. Jahrhundert im Überblick
* Weltentdeckung und neue Perlenquellen
* Die Perlen der Conquista
* Die Perltaucher

20. Jahrhundert
* Die Ankunft der Zuchtperlen


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